Projekt DOC WEIGHT®

Projekttitel: Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines interdisziplinären Programms zur Gewichtreduktion massiv adipöser Patienten

Projektdurchführung:
Bund Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM)
Dr. Klaus Winkler, Frankfurt
Dr. Birgit Schilling-Maßmann
unter Beteiligung der AG Adipositas des VDD: Mario Hellbardt, Jana Böhnke

Laufzeit: Juni 2007 - offen

Projektbeschreibung und Ziele: 

  1. Durchführung eines einjährigen Therapieprogramms zur Behandlung der Adipositas Grad II und III und adipositasassoziierter Morbiditäten, das unter ernährungsmedizinischer Leitung von einem qualifizierten, interdisziplinär arbeitenden Therapeutenteam im Gruppensetting mit 8 bis 12 Teilnehmern durchgeführt und evaluiert wird mit Anerkennung als Verfahren zur Patientenschulung nach § 43 Abs. 2 SGB V.
  2. Um eine hohe Struktur- und Prozessqualität zu sichern, bleibt die Anwendung in der Regel zertifizierten Schwerpunktpraxen für Ernährungsmedizin vorbehalten.
  3. Durch die Anbindung an Schwerpunktpraxen für Ernährungsmedizin stellt DOC WEIGHT® einen Therapiebaustein in der langfristigen Adipositastherapie dar.
  4. Netzwerkbildung zur Etablierung systematischer Adipositastherapie und Wissensaustausch.

Inhalte des Therapieprogramms

  • Qualifiziertes Behandlungsteam (Ernährungsmediziner DAEM/DGEM, Diätassistent, Psychologe, Bewegungstherapeut)
  • Vermittlung von spezifischem Krankheits- und Behandlungswissen
  • Ermöglichung eines besseren Krankheitsselbstmanagements sowie Reduzierung von Begleiterkrankungen und Risikofaktoren
  • Erhöhung der Lebensqualität durch dauerhafte Gewichtsreduktion von 5 - 10% des Ausgangsgewichtes
  • Aufbau einer positiven Einstellung - Förderung der Eigenverantwortlichkeit im Umgang mit dem eigenen Körper - Sensibilisierung der Körperwahrnehmung
  • praktische Anleitung zur langfristigen Änderung der Lebensgewohnheiten hinsichtlich Bewegung und Ernährung
  • Erwerb sozialer Kompetenzen sowie Mobilisierung sozialer Unterstützung
    Maßnahmen zur Rückfallprophylaxe
  • Vermeidung von spezifischen Auslösern und Verhaltensmustern in Krisensituationen