28.03.2019 11:38

VDD begrüßt Vorstoß von Ernährungsministerin Julia Klöckner

Kategorie: News

 

Der „Kinderteller“ in der Gastronomie ist in die Kritik geraten. Einer Studie der Universität Heidelberg zufolge sind ca. 70 Prozent der in Restaurants angebotenen Kindergerichte ungesund. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat jetzt zusammen mit Ernährungswissenschaftlern und Gastronomen Veränderungen angekündigt. Die Präsidentin des Verbandes der Diätassistenten – Deutsche Bundesverband (VDD) Uta Köpcke nimmt dazu folgendermaßen Stellung:

Die Tatsache, dass auf den Speisekarten hierzulande für Kinder in der Regel Fastfood zu finden ist, wie beispielsweise Pommes mit Chicken Nuggets bzw. Würstchen oder Nudeln mit Hackfleischsoße, ist tatsächlich ein Armutszeugnis. Das geht besser!

Der Verband der Diätassistenten VDD unterstützt Ministerin Klöckner dabei, auch die deutschen Gastronomen mit in die Diskussion und in die Pflicht zu nehmen. Je früher und umfassender die Prävention von Übergewicht, Adipositas und ernährungsbedingten Folgekrankheiten geschieht, umso besser.
Es gilt die vorhandene Kreativität der Köche auch auf das Kindermenü zu lenken. Wie man gesundes Essen kindgerecht umsetzen kann, so dass es auch für Kinder attraktiv ist, das gehört zu den Kompetenzen der Diätassistenten.

Aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegen, dass zwei Prozent der 3- bis 6jährigen Kinder in Deutschland adipös, also fettleibig, sind. Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass sogar 15 Prozent der 3- bis 17jährigen übergewichtig sind. Das RKI1 weist explizit darauf hin, dass Kinder mit Adipositas schon früh und häufiger metabolische Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Insulinresistenzen aufweisen als normalgewichtige Kinder. Wir wissen zudem: Wer im Kindesalter adipös ist, bleibt es häufig auch als Erwachsener, mit einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen sowie bestimmte Krebserkrankungen. Auch die Sterblichkeit ist höher.Das auswärtige Essen in einem Restaurant gilt vielen Familien als ein besonderer Anlass. Selbst wenn Kinder zuhause gesund und ausgewogen versorgt werden – was auch nicht immer der Fall ist –, sollte auch auf der Kinderkarte zum Ausdruck kommen, dass es sich um einen besonderen Anlass handelt. Gastronomen können weit mehr zaubern als Pommes und Co, auch auf der Kinderspeisekarte. Hier anzusetzen ist ein wichtiger Baustein von vielen. Wir Diätassistenten stehen mit unserer Expertise zur Verfügung.

2.527 Zeichen (inkl. Leerzeichen), 341 Wörter | Abdruck erwünscht, Beleg erbetenKontakt für die Presse: Uta Köpcke | Präsidentin VDD e.V. Tel.: 0201 9468 5370, mobil : 0152 31803383 Mail: uta.koepcke@vdd.de