Adipositas-Chirurgie: Neue Leitlinie erschienen

(Essen, 19.07.2010) Adipositas wird in den westlichen und den Schwellenländern bei immer mehr Menschen zum Problem, das vielfach mit weiteren gravierenden Krankheiten einhergeht. In Deutschland sind mehr als die Hälfte der Menschen übergewichtig. Etwa ein Fünftel gilt mit einem BMI über 30 als adipös.

Folge dieser Entwicklung sind auch in Deutschland eine in den letzten Jahren wachsende Zahl adipositaschirurgischer Eingriffe. Immer häufiger kann eine dauerhafte Gewichtsverminderung nur durch eine Operation erreicht werden, die aber nur dann langfristigen Erfolg verspricht, wenn anschließend eine lebenslang begleitende Diät eingehalten wird.

Eine multidisziplinär zusammengesetzte Expertengruppe hat jetzt eine neue evidenzbasierte S3-Leitlinie zur Chirurgie der Adipositas erstellt, die ab sofort im Internet auf der Homepage der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) unter http://www.adipositas-gesellschaft.de einzusehen ist. Die Leitlinie soll zur Qualitätsoptimierung in der Adipositaschirurgie beitragen und Ärzten, Diätassistenten und weiteren nachbetreuenden Berufsgruppen sowie Patienten Entscheidungshilfen bei der Wahl der individuell passenden Behandlung geben. Derzeit sind zwei Versionen für Ärzte sowie Diätassistenten und andere Therapeuten verfügbar. Eine Patientenversion - für Patienten jeglichen Alters ab einem BMI von mehr als 30 - soll folgen.

Die Leitlinie nimmt vor allem Stellung zur Wirksamkeit chirurgischer Eingriffe, zu Indikationen und Operations-Zeitpunkt, zu Komplikationen sowie zu Nachbehandlungen und bezieht die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ein. Sie ist entstanden in der Zusammenarbeit von Deutscher Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Chirurgischer Arbeitsgemeinschaft für Adipositaschirurgie (CA-ADIP), Deutscher Adipositas-Gesellschaft (DAG), Deutscher Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).

 

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