Falsche Verordnungsvordrucke

Heilmittel Ambulante Ernährungstherapie Mukoviszidose und seltene angeborene Stoffwechselerkrankungen: Mitteilung des GKV Spitzenverbandes zu fälschlicherweise zu früh verwendeten Verordnungsmuster 13 – Eine gültige Verordnung muss zum Zeitpunkt der Abrechnung vorliegen!

Der GKV Spitzenverband informiert in einer Mitteilung vom 06.10.2020 an den VDD über die Kenntnis, dass Ärzte in mehreren Bundesländern Verordnungen auf dem neuen Verordnungsmuster 13 ausstellen, das erst ab dem 01.01.2021 gültig wird. Der GKV habe die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV umgehend auf die aktuell auftretenden Fälle aufmerksam gemacht und sie aufgefordert, Maßnahmen einzuleiten, dass die betroffenen Anbieter von Praxisverwaltungssoftware (PVS) den Fehler schnellstmöglich beheben und alle Ärzte wieder gültige Heilmittelverordnungen ausstellen. Der GKV Spitzenverband geht von Einzelfällen aus und weist alle Leistungserbringer*innen darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Abrechnung gültige Verordnungen vorliegen müssen. Sollte sich die Situation wider Erwarten nicht ändern, bittet der GKV Spitzenverband um Rückmeldung.

Zum Hintergrund: Die Heilmittel-Richtlinie, die Verträge nach § 125 SGB V und die neuen Verordnungsformulare sollten ursprünglich zum 01.10.2020 in Kraft treten. Da verschiedene Anbieter von Praxisverwaltungssoftware diese Frist nicht halten konnten, wurde das Inkrafttreten auf den 01.01.2021 verschoben. Laut Anschreiben des GKV Spitzenverbandes war die KBV beauftragt sicherzustellen, dass bereits zertifizierte Software-Updates nicht ausgeliefert bzw. nicht durchgeführt werden. Nach dem Kenntnisstand der GKV hätten einzelne Ärzte das verschobene Update dennoch aufgespielt, doch die PVS-Hersteller böten bereits Lösungen zum „Downgrade“ an.