Ausbau der ernährungstherapeutischen Versorgung in Kliniken und Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern mehr als wünschenswert

Die Enquete-Kommission „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg Vorpommern“ hat unsere Vizepräsidentin Sabine Ohlrich-Hahn um ein Statement gebeten: Wie wird der Stand der ernährungstherapeutischen Versorgung in MV aus Sicht der Diätassistenten eingeschätzt?

In der Anhörung am 13.01.2021 –natürlich COVID-19 bedingt online- konnte Sabine Ohlrich-Hahn klar zeigen: der Bedarf an Ernährungstherapie ist hoch. Daten aus der VDD Berufsfeldanalyse 2020 zeigen jedoch, dass der Bedarf allein aus personeller Sicht nicht sichergestellt werden kann. in Krankenhäusern und Kliniken ist ein/e Diätassistent*in im Durchschnitt für 188 Patient*innen verantwortlich, zum Teil sind es noch deutlich mehr. Zahlreiche Häuser beschäftigen selbst gar keine Diätassistent*innen. Die Zahlen aus dem Bundesland bestätigen dies.

Die Deutsche Rentenversicherung weist für Rehabilitationseinrichtungen einen Stellenschlüssel von 0,8 – 1,2 Diätassistent*innen auf 100 Patienten aus. Die Acedemy of Nutrition and Dietetics (USA) empfiehlt für eine effektive patientensichere Versorgung im klinischen Bereich eine*n Diätassistent*in auf 65-75 Patient*innen.

Hier besteht DRINGEND Handlungsbedarf!

Wir hoffen, dass Mecklenburg-Vorpommern das Problem aufgreift und modellartige Lösungsansätze für eine bessere Versorgung im stationären Sektor etabliert.