VDD wählt neues Präsidium

Ina Lauer, Claudia Krüger und Mario Hellbardt führen Diätassistenten | Bundeskongress in Wolfsburg mit rund 1.500 Teilnehmern erfolgreich zu Ende gegangen

Der Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) hat ein neues Präsidium: In der Mitgliederversammlung, die am Vorabend des VDD-Bundeskongresses ‚Ernährungsmedizin und Diätetik – gemeinsam für den Patienten‘ vergangene Woche in Wolfsburg stattfand, wählten die knapp 300 anwesenden Verbandsmitglieder turnusgemäß eine neue Verbandsspitze. In den kommenden drei Jahren werden nunmehr Ina Lauer aus Berlin (Präsidentin) sowie Claudia Krüger aus Gevelsberg und Mario Hellbardt aus Leipzig (beide Vizepräsidenten) die Interessen der Diätassistenten vertreten und den Verband führen. Ina Lauer löst Doris Steinkamp ab, die ihr Amt nach 12 Jahren an der Spitze des Berufsverbandes abgibt. Mit ihren Erfahrungen wird Doris Steinkamp dem VDD aber auch künftig im erweiterten Präsidium zur Seite stehen. Mario Hellbardt löst Gaby Kortboyer ab, die nicht wieder kandidierte.

Ina Lauer, die zurzeit noch als Leiterin des Ernährungsmanagements der Charité Universitätsmedizin Berlin arbeitet, stellte heraus, dass es ihr wichtig sei, die Verbandsarbeit als Dienstleistung für die Mitglieder zu begreifen. Sie betonte, dass die Diätassistenten in vielen unterschiedlichen Aufgabenfeldern als Teamplayer einen guten Job machen. Das müsse ausgebaut, die interdisziplinäre Zusammenarbeit müsse gefestigt werden, und hier seien auch Staat und Gesundheitssystem in der Pflicht. Ina Lauer forderte aber auch die Diätassistenten selbst auf, sich als Experten besser zu positionieren, um Patienten gut versorgen zu können.

Die VDD-Präsidentin machte sich dafür stark, dass die Berufsbezeichnung die Fähigkeiten, Kompetenzen und Leistungen der Diätassistenten tatsächlich zum Ausdruck bringt, dass der Beruf – auch mit der Möglichkeit zu einer akademischen Ausbildung – im internationalen Vergleich standhalten kann und dass die Diättherapie endlich in den Heilmittelkatalog aufgenommen wird.

Mit sehr gutem Besuch, vollen Sälen sowie hochinteressanten und aktuellen Symposien konnte der VDD am Samstag erneut einen sehr erfolgreichen zweitägigen Bundeskongress beschließen. In einer hochkarätig mit Vertretern aus Politik und Gesundheitssystem besetzten Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Arbeit des Verbandes in den vergangenen Jahren Früchte getragen hat und die Forderungen nach einer Akademisierung, nach der Änderung der Berufsbezeichnung sowie auf Anerkennung der Diättherapie als Heilmittel allmählich offenbar Gehör finden. So waren sich die Teilnehmer beispielsweise darin einig, dass die derzeitige Berufsbezeichnung ‚Diätassistent‘ die Expertise der Berufsgruppe nicht im mindesten widerspiegelt. Auch geht nach ihrer Ansicht künftig kein Weg daran vorbei, Diätassistenten verstärkt und systematisch in multiprofessionelle Teams einzubinden.

Das neue Präsidium des VDD (von links nach rechts): Die beiden Vizepräsidenten Claudia Krüger, Gevelsberg, und Mario Hellbardt, Leipzig, sowie VDD-Präsidentin Ina Lauer, Berlin (Foto: Luise Richard)

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