Gesundheitspreis 2013: Diätassistentin an Forschung beteiligt

Wo Diätassistenten auch heute schon im akademischen Kontext mitarbeiten, zeigt eine Auszeichnung an PD DR. Stefan Engeli Leiter eines Forschungsprojektes im Kompetenznetz Adipositas.

Er erhielt Mitte Oktober den Gesundheitspreis 2013 der Stiftung Rufzeichen Gesundheit für seine herausragenden Arbeiten zum Metabolischen Syndrom. In seiner Forschungsgruppe hat auch Diätassistentin Jana Kaminski mitgearbeitet. In den Veröffentlichungen zu den Ergebnissen ist sie eine der Autoren.
Jana Kaminski arbeitet derzeit als Diätassistentin im Arbeitsbereich Ernährungsberatung und –therapie des Departments Psychologie der Universität Potsdam. Sie ist bereits seit etlichen Jahren an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis tätig und hat sich über die Diätassistentenausbildung hinaus über Grundlagenkurs Klinische Studien, regelmäßige Fortbildungen auf wissenschaftlichen Tagungen und einem intensiven Austausch mit Kollegen das Rüstzeug für wissenschaftliches Arbeiten angeeignet. Für die jetzt ausgezeichnete Studie hat sie das Diätkonzept geschrieben, am Forschungsplan mitgearbeitet und die Umsetzung der Diäten begleitet.
Und das sind die Ergebnisse der großangelegten Gewichtsreduktionsstudie: Engeli untersuchte 170 Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) über 27 kg/m2, die zufällig zu einer von zwei verschiedenen Diäten mit unterschiedlichem Fett- und Kohlenhydratgehalt (low fat und low carb) zugeteilt wurden. Sechs Monate nach Abschluss der Diät und nochmals etwa 2,5 Jahre später wurden die Teilnehmer umfangreich untersucht. Kein einziger der deutlich durch Gewichtsreduktion verbesserten Messwerte (Körpergewicht, Taillenumfang, Fettmasse im Bauchraum, Blutdruck, Blutzucker, Herzgröße, Leberverfettung) wurde nur durch die eine, aber nicht durch die andere Diät beeinflusst. Überraschenderweise zeigte sich auch in der Langzeitnachbeobachtung, dass Leberverfettung und Blutzuckerwerte noch deutlich unter den Ausgangswerten lagen, obwohl die Teilnehmer inzwischen etwas mehr als die Hälfte des ursprünglich reduzierten Körpergewichts wieder zugenommen hatten. Blut- und Leberwerte profitieren also nachhaltiger, als es die Waage anzeigt.