Neue zentrale Datenbank für Präventionskurse

Vom 1. Januar 2014 an wird eine zentrale Prüfstelle Präventionskurse bundesweit und kassenartenübergreifend auf ihre Qualität überprüfen:

 

Zahlreiche große Krankenkassen, u.a. der BKK Dachverband, die IKK classic, die Knappschaft sowie der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), wollen sich der zentralen Prüfstelle für Präventionskurse anschließen. Nach den derzeitigen Kenntnissen sind bis auf die AOK alle Kassen beteiligt.

Die wichtigsten Informationen in Kürze:
•    Ab 2. Januar 2014 prüft die Zentrale Prüfstelle auf dem Portal www.zentrale-pruefstelle-praevention.de Kurse und Anbieter einmal, zentral, bundesweit und kostenfrei.
•    Die Zugangsvoraussetzungen des „Leitfadens Prävention“ bleiben bestehen, sie sind vom GKV-Spitzenverband in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene erstellt worden
•    Die Prüfergebnisse werden in einer zentralen Kursdatenbank erfasst und stehen allen an der Zentralen Prüfstelle beteiligten Krankenkassen zur Verfügung.
•    Die bisherigen Daten der easy-Datenbank und der vdek-Kassen, hier federführend durch die TK, werden übernommen.
•    Soweit bekannt ist, sollen bei der Zusammenführung der Datenbanken zunächst alle Kurse als zertifiziertes Kursprogramm aufgenommen werden, gleichgültig ob sie einen positiven oder einen abschlägigen Bescheid haben.
•    Positiv geprüfte Kurse erhalten ein Zertifikat; das lässt sich von diesem Qualitätsportal im PDF-Format herunterladen. Dieses Zertifikat dürfen Sie als geprüfter Anbieter grundsätzlich auch als Aushang in Ihren Räumen verwenden.
•    Die Zertifizierung gilt für drei Jahre; ob und welche Kosten mit einer Rezertifizierung verbunden sind, ist noch nicht abschließend festgelegt.
•    Nähere Informationen erarbeitet die Zentrale Prüfstelle derzeit. Möglicherweise werden die gelisteten Kursanbieter dazu angeschrieben.
Wir empfehlen Ihnen, bei den Krankenkassen nachzufragen, wie sie den Übergang handhaben werden.

Eine zentrale Registrierung, die von Kassen, Anbietern und Versicherten gleichermaßen genutzt werden kann, ist aus unserer Sicht von großem Vorteil und seit Langem überfällig. Nach der Umstellungsphase werden Zeit-, Diskussions- und Verwaltungsaufwand sicherlich geringer sein, da man z.B. nicht wie bisher darauf achten muss, auch alle potenziellen Anbieterdatenbanken berücksichtigt zu haben. Zudem bietet die neue Datenbank eine bessere Transparenz für potenzielle Kursteilnehmer.