Wie geht Ernährungsberatung?

Bei der ‚Speed-Info‘ in Sachen Ernährungsberatung kommen Bürger beim VDD-Kongress in Wolfsburg am Samstag, dem 9. Mai in den Vorgeschmack einer fachgerechten Ernährungsberatung. Diätassistenten und Ernährungsmediziner geben Bürgern in kurzen Sequenzen einen Einblick in eine individuell abgestimmte Ernährungsberatung, wie sie richtig geht.

Wer den Begriff ‚Ernährungsberatung‘ im Netz sucht, erhält innerhalb von Sekundenbruchteilen 1.140.000 Ergebnisse. Auf der Suche nach ‚Ernährung‘ spuckt das Netz gleich 48 Mio. Einträge aus. Diäten haben während des ganzen Jahres Hochkonjunktur. Das Interesse ist groß, das Wissen eher spärlich.

Lebensmittelunverträglichkeiten, Diabetes, Adipositas, metabolisches Syndrom, Magen-Darmerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und vieles mehr: Der heutige Lebensstil vieler Menschen bringt eine Lebensweise mit sich, in deren Folge eine Vielzahl ernährungsbedingten Krankheiten auftreten. Andere sind durch ernsthafte Krankheiten wie Krebs, Stoffwechselerkrankungen u.a. schwer beeinträchtigt. Sie alle haben Anspruch auf eine adäquate angepasste Ernährung, die sie allerdings längst nicht immer erhalten.

Gesunde wie kranke Menschen sind sehr häufig auf der Suche nach der richtigen Ernährung und nach der richtigen Ernährungsberatung. Die Fülle der vielfach ungenügend qualifizierten Beratungsangebote überfordert die Ratsuchenden und verunsichert sie. Nicht selten landen sie bei selbsternannten Ernährungsberatern, die sich nach einem kurzen Kursus ein Praxisschild an die Tür heften.

Wie Ernährungsberatung richtig geht, darüber informieren erfahrene Diätassistenten und Ernährungsmediziner Bürger aus Wolfsburg und Umgebung am Samstag, den 9. Mai. Fünf Diätassistentinnen und zwei Ernährungsmediziner stehen Ratsuchenden für eine ‚Speed-Information‘ zur Verfügung. Dafür sind Spezialisten der Ernährungsberatung vor Ort: Pädiatrie, Allergologie, Onkologie und Mangelernährung, Diabetes, Adipositas und Magen-Darm-Erkrankungen, Sportmedizin sowie Innere Medizin.

Diese Kurztermine können nur einen kleinen Vorgeschmack auf eine ausführliche Ernährungsberatung geben, die einer sehr gründlichen Anamnese, Analyse und Begleitung bedarf. Sichtbar wird auch, wo der Unterschied zu vielen nicht qualifizierten Angeboten liegt.

Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Laktosefreie Nahrungsmittel findet man mittlerweile in jedem Supermarkt. Allein die Angebotsfülle könnte vermuten lassen, dass es sich um ein neues Ernährungsproblem der Gesellschaft handelt. Auch wenn davon nicht die Rede sein kann, sind Nahrungsmittunverträglichkeiten nicht zu unterschätzen. Sie bedürfen einer sicheren Diagnostik und einer anschließenden individuellen Ernährungstherapie. Sie allein ermöglicht es dem Betroffenen, dass er sich trotz seiner Krankheit vollwertig ernähren kann und gesund wird bzw. gesund bleibt und eine höhere Lebensqualität erreicht, weil die Beschwerden nachlassen oder ganz ausbleiben. Das leisten Diätassistenten, die ernährungsmedizinisch ausgebildet individuelle Speisepläne erstellen und die Patienten begleiten.  

Beispiel Adipositas und metabolisches Syndrom

Übergewicht und Adipositas sind in Deutschland weit verbreitete und sehr ernst zu nehmende Erkrankungen, die einer kontinuierlichen Ernährungsberatung und -therapie bedürfen, um zu nicht noch gravierenderen Problemen wie dem metabolischen Syndrom zu führen. Hier ist es nicht mit ‚Abspecken‘ getan, sonst drohen selektive Mangelernährung, Jojo-Effekt und möglicherweise organische Probleme. Diätassistenten und Ernährungsmediziner arbeiten speziell bei Adipositas in Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen wie Physiotherapeuten, Sportmedizinern, Psychologen  und Bewegungstherapeuten zusammen. Denn oft ist eine lebenslange Therapie notwendig.

Beispiel Ernährung von alten Menschen und Krebspatienten

Kooperationen, z. B. mit der Pflege oder Logopädie, werden auch an anderer Stelle groß geschrieben: In einer älter werdenden Gesellschaft haben immer mehr hochbetagte Menschen Probleme, sich ausgewogen zu ernähren. Demenzielle Erkrankungen oder Parkinson-Erkrankung führen häufig zu Schluckstörungen. Onkologische Patienten (Krebskranke) leiden oft unter Mundtrockenheit und Schluckbeschwerden und mehr als andere Patienten unter Mangelernährung. Ohne eine hochprofessionelle Ernährungsberatung und spezielle Ernährungstherapie geht es dann nicht. Es ist erwiesen, dass Patienten, die ausgewogen ernährt sind, nicht nur eine bessere Lebensqualität haben, sondern auch deutlich bessere Heilungschancen.

Starkes Doppel: Diätassistenten und Ernährungsmediziner

Wer eine Therapie veranlassen und durchführen darf, ist eindeutig gesetzlich geregelt. Diätassistenten, die in einer dreijährigen Fachschule und ggf. mit einem ergänzenden Studium ausgebildet sind, führen eine Ernährungstherapie nach ärztlicher Maßgabe eigenverantwortlich durch. Diätassistenten sind die einzige bundesrechtlich geregelte Berufsgruppe im Fachgebiet Ernährung und Diätetik mit einer staatlich geschützten Berufsbezeichnung und einer gesetzlich festgelegten und nachprüfbaren Qualifikation. 

Was sie im Doppel mit den Ernährungsmedizinern drauf haben, zeigen sie in Wolfsburg. Und natürlich an vielen Stellen im Gesundheitssystem: in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, in der Gemeinschaftsverpflegung und in der ambulanten Ernährungsberatung.

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