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Warum arbeitet der VDD gemeinsam mit anderen maßgeblichen Verbänden in der Ernährungstherapie an einer verbandsübergreifenden Zertifizierungsplattform?

 

Seit Jahren fordern freiberufliche Kolleginnen und Kollegen Aktivitäten vom VDD, um sie im ambulanten Markt zu unterstützen. Fehlende Sichtbarkeit bei Patienten, Krankenkassen und Zuweisern werden moniert.

Fakten zum Berufsfeld:

  • Diätassistenten haben aufgrund der überholten Berufsbezeichnung einen Wettbewerbsnachteil und werden nicht „gegoogelt“: Eine (nicht repräsentative) Umfrage einer etablierten Kollegin hat gezeigt, dass Diätassistentinnen weniger über die Suchfelder auf der Verbandsseite, als über bestehende Netzwerke, Empfehlungen usw. gefunden werden. Für den Einstieg in das Berufsfeld ist dies schwierig.
     
  • Bisher gibt es viele kleine Anbieterplattformen mit uneinheitlichen Qualifikationskriterien, keine große verbandsübergreifende wie für Heilmittelerbringer aus dem Bereich Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Podologie – Link ARGEn.
  • Große Arbeitgeber wie die Deutsche Rentenversicherung suchen eine Plattform, auf welche sie Patienten für die Reha-Nachsorge sicher an für Ernährungstherapie qualifizierte Personen verweisen können. Dort müssen Diätassistenten präsent sein!
     
  • Stellenausschreibungen in Kliniken können einerseits aufgrund Bewerbermangels nicht mehr mit Diätassistenten besetzt werden, andererseits besteht große Unsicherheit, welche Studiengänge die Mindestanforderungen gemäß Diätassistentengesetz erfüllen. Häufig wird inzwischen nach Ernährungswissenschaftlern oder Ökotrophologen gesucht, so dass Diätassistenten zunehmend in Rechtfertigungsdruck für ihre fachliche Qualifikation geraten.
  • Neben unklar qualifizierten Personengruppen drängen insbesondere im Rahmen von DMP-Programmen und im stationären Setting Pflegekräfte und andere Berufe aus dem Gesundheitswesen in den Bereich Ernährungstherapie. Hier heißt es, sichtbar zu kommunizieren, dass wir als Diätassistenten mit der Ausbildungs- und Prüfungsordnung als Mindestqualifikation das Bench-Mark sind. Absolventen anderer Ausbildungsgänge müssen belegen, dass sie äquivalente  Ausbildungs- bzw. Fortbildungsinhalte in Theorie und Praxis absolviert haben.