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17.09.2025

Malnutrition Awareness Week 2025

Mangelernährung ist nicht nur ein Problem in den von Katastrophen geprägten Regionen der Welt, sondern tritt häufig auch krankheitsbedingt auf. 

Etwa 20 – 30 % aller Klinikpatient:innen sind betroffen, vor allem Menschen mit chronischen und gravierenden Erkrankungen sowie im höheren Lebensalter. Mangelernährung vermindert die Lebensqualität und erhöht die Komplikationsrate. Die Sterblichkeit
während einer Klinikbehandlung ist um das zwei- bis dreifache erhöht. Die jährlichen Mehrkosten durch Mangelernährung für das deutsche Gesundheitssystem werden allein im stationären Bereich auf 5 – 8,6 Milliarden Euro geschätzt.


Ernährungstherapeutische Maßnahmen sind dagegen vergleichsweise einfach, verbessern die Prognose und reduzieren die Behandlungskosten. Aktuelle Metaanalysen zeigen, dass ein systematisches Ernährungsmanagement die Kliniksterblichkeit um 27 % und die Wiederaufnahme in die Klinik nach Entlassung um 24 % senken kann. Fakt ist: Mangelernährung wird häufig übersehen oder nicht angemessen behandelt. Gründe dafür sind mangelnde Kenntnisse in medizinischen Fachberufen und eine unzureichende Vergütung von ernährungsmedizinischen Maßnahmen. Dadurch lassen wir eine besonders verletzliche Gruppe der Bevölkerung in einem lebenswichtigen Aspekt unversorgt.


Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mit den Qualitätsverträgen „Diagnostik, Therapie und Prävention der Mangelernährung“ die Relevanz der Thematik gewürdigt und damit eine modellhafte Möglichkeit der Finanzierung eines Ernährungsmanagements geschaffen. Es ist höchste Zeit, die nächsten Schritte zu gehen und Strukturen zur besseren Behandlung der krankheitsbedingten Mangelernährung zu verstetigen. 

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich an der Malnutrition Awareness Week aktiv zu beteiligen, die 2025 zum dritten Mal in Deutschland stattfindet.
Vorläufige Programmübersicht


Ernährungsfürsorge ist ein Menschenrecht!
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. in Kooperation mit:
BDEM e.V, DAEM e.V., DDG e.V., DGG e.V., DKG e.V., VDD e.V., VDOE e.V. DGVS e.V.,
DGE e.V. und Nierenkrebs-Netzwerk Deutschland e.V.