VDD mit der Politik im Gespräch – Was muss sich tun in Sachen Ernährungstherapie?

Im Rahmen des VDD Bundeskongresses ging es in der Podiumsdiskussion am 23.April 2021  mit Dr. Roy Kühne (CDU), Bettina Müller (SPD), Dr. Achim Kessler (DIE LINKE) sowie mit Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen) um die längst überfällige Novellierung des Diätassistentengesetzes und die äußerst mangelhafte ernährungstherapeutische Versorgung von Patientinnen und Patienten in Klinik und im ambulanten Sektor.

Wichtige Themen der Diskussion waren:

  • die Finanzierung im Krankenhaus durch DRGs
  • die sogenannte „Kannleistung“, also die nicht verpflichtende Finanzierung von Ernährungsberatung durch die Krankenkassen.
  • Akademisierung und den Nutzen z.B. für Versorgungsforschung,
  • Therapievorbehalt
  • DMP Adipositas

Hier die Highlights:

Bundeskongress des Verbandes der Diätassistenten 2021: Polit-Talk mit dem VDD-Präsidium - YouTube

VDD fordert mit Verbändebündnis von der Landesregierung Baden-Württemberg "Schulgeldfreiheit in Gesundheitsberufen wie versprochen jetzt umsetzen!

Zum offenen Brief an die Mitglieder des Landtages geht es hier.

 

Positionspapier zur Krankenhausfinanzierung stellt konkrete Forderungen an die Politik: Versorgungsqualität steigern und Finanzierungsmodell anpassen!

Gesundheits- und Therapieberufe sind im stationären Bereich meist nicht erlösrelevant für die Kliniken. Deshalb spielen ihre Potenziale bei der Klinikorganisation noch immer eine untergeordnete Rolle. Wer eine bessere Versorgungsqualität will, muss daran etwas ändern!

Denn: Bei einer zielorientierten und effektiven Versorgung der Patientinnen und Patienten spielen die Gesundheits- und Therapieberufe eine zentrale Rolle. Ihre qualifizierte Tätigkeit kann nicht von anderem medizinischen oder pflegerischen Personal geleistet werden.
In der Ernährungstherapie stellt sich das Problem ähnlich dar wie in der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Dringend therapeutisch notwendige Maßnahmen sind bei vielen Diagnosen im Fallpauschalen-System unzureichend oder gar nicht abgebildet und damit nicht finanzierbar. Das DRG-System zur Finanzierung der stationären Versorgung setzt massive Fehlanreize. Vor der Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns gerät die Versorgungsqualität dabei immer weiter aus dem Blick.
Es ist nicht gelungen, im aktuellen DRG-System ausreichend starke Anreize für Qualität zu schaffen. Das muss sich aus Sicht der Verfasser des Positionspapiers zur aktuellen Krankenhausfinanzierung schnell ändern.

Eine Finanzierung der patientenorientierten Versorgung sollte auf Grundlage der tatsächlichen Kosten sowie transsektoral erfolgen – qualitativ und ökonomisch.

Lesen Sie hier die Langversion des gemeinsamen Positionspapiers inklusive aller Forderungen für eine sichere und nachhaltige stationäre Patientenversorgung.

 

Über die Verfasser

Die Verfasser dieses Positionspapiers fokussieren sich auf die Bedürfnisse der Gesundheitsfachberufe im stationären Bereich. Sie stehen für eine angemessene Berücksichtigung der Interessen ihrer Berufsangehörigen in Politik und Praxis, für adäquate Vergütung, Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen sowie für eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität in Leistungserbringung, Aus- und Weiterbildung. Die beteiligten Verbände sind alle Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Medizinalfachberufe (AG MFA):

  • Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband (VDD) e.V.
  • Berufsverband Orthoptik Deutschland (BOD) e.V.
  • Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl) e. V.
  • Deutscher Hebammen Verband (DHV) e.V.
  • Deutscher Verband für Ergotherapie (DVE) e.V.
  • Deutscher Verband für Ergotherapie (DVE) e.V.
  • Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.

Haben Sie Fragen zu den genannten Forderungen oder Interesse an Themen, die den stationären Bereich betreffen? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an vdd@vdd.de

 

Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Der VDD hat - gemeinsam mit den maßgeblichen Verbänden VFED, VDOE und QUETHEB - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Mitglieder des Gesundheitsausschusses in einem offenen Brief zur derzeitigen Situation der Rahmenverträge nach § 125 SGB V zum Heilmittel Ernährungstherapie informiert.

- Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundestagswahlen 2021

Gesetze werden in Berlin gemacht! Wollen wir gehört und auf politischer Ebene mitgedacht werden, so müssen wir Politiker*innen vor Ort ansprechen. Der VDD unterstützt Sie hierbei.

  1. Briefing-Paper – Kontaktaufnahme zu Politiker*innen in Ihrem Wahlkreis hier
  2. Synopse zu den Wahlprogrammen von CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE zu den Schwerpunkten Gesundheit und Digitalisierung hier
  3. VDD Wahlprüfsteine 2021
  4. Antworten der Parteien auf die VDD-Wahlprüfsteine 2021

Koalitionsverhandlungen 2021

15 Dachorganisationen, Verbände und Fachgesellschaften aus den Bereichen Gesundheit, darunter auch der VDD e. V. - Soziales, Ernährung und Umwelt verlangen von der künftigen Bundesregierung, im Rahmen der Koalitionsverhandlungen den Grundstein für eine umfassende Ernährungswende zu legen.

Lesen Sie hier: #ErnährungswendeAnpacken!

Außerdem haben alle relevaten Verbände und Organisationen aus Wissenschaft, Beratung, Therapie und Kommunikation im Bereich Ernährung als "Nutrition Coalition", die sechs Kernthemen formuliert, in denen dringender Handlungsbedarf besteht. Die unterzeichenden Organisationen stehen als qualifizierte Partner bereit, um die Lösung der aufgezeigten Probleme zu unterstützen und zu begleiten.

Lesen Sie hier: Beitrag der Nutrition Coalition für die künftige Ernährungs- und Gesundheitspolitik

 

Das fordern wir für ein neues Berufsgesetz:

Qualität und Sicherheit in der Ernährungstherapie
und Erhalt unseres Berufes

DiätassistentInnen stellen den einzigen bundesrechtlich reglementierten Gesundheitsberuf im Bereich Ernährung dar. Das muss so bleiben, bedarf aber dringend der Modernisierung des Berufsgesetzes.

  • Sich wandelnde Krankheitsspektren, zunehmende Komplexität der Erkrankungen und deren Therapien
  • Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und Evidenzbasierung sowie die Anforderungen der Digitalisierung
  • Multiprofessionelles Arbeiten in einem ausdifferenzierten Gesundheitssystem

Es ist an der Zeit, dass das neue Berufsgesetz eine praxisorientierte Hochschulausbildung, den Tätigkeitsvorbehalt für die Ernährungstherapie
und einen passenden Berufstitel regelt.

„Futter“ für die Novellierung des Berufsgesetzes der Diätassistent*innen

Sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn,
„Verhungert, statt am Krebs gestorben“ – eine haarsträubende Schlagzeile, besonders im hochentwickelten Deutschland. Und doch, für geschätzte 25 % der onkologischen Patient*innen grausame Realität. Ganz klar: High-Tech-Medizin macht Patient*innen nicht satt. Eine Ursache für die schlechte ernährungstherapeutische Versorgung der Patient*innen, nicht nur im Bereich Onkologie, ist ein Berufsgesetz, das – um beim Thema Essen zu blei-ben – einem Schweizer Käse ähnelt. Es hat große Lücken. Somit muss die Novellierung des Berufsgesetzes der Diätassistent*innen – dem Gesundheitsfachberuf für Ernährungstherapie und –prävention- auf die politische Agenda – auch in der neuen Legislaturperiode. >mehr

Novellierung des Diätassistentengesetzes zu einem modernen Berufsgesetz für die Ernährungstherapie

Das Gesundheitswesen und die gesundheitliche Betreuung sind in Deutschland sehr weit entwickelt, aber gerade auf dem Gebiet der Ernährungstherapie gibt es noch große Lücken. Um eine bestmögliche Versorgung der Patient*innen zu gewährleisten, müssen ernäh-rungsmedizinische und ernährungstherapeutische Konzepte nach heutigem Verständnis in-tegraler sowie effektiver Bestandteil von Prävention und Therapie werden. Für eine sichere, bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung müssen Ernährungsmedizin und Ernäh-rungstherapie gleichermaßen entwickelt und etabliert werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die gezielte Ernährungsintervention im medizinischen Alltag bei vielen Erkran-kungen eine vergleichbare Bedeutung hat wie die Verordnung von Medikamenten.

>Lesen Sie hier

Analyse des beruflichen Tätigkeitsfeldes von Diätassistenten 2020

Die letzte Berufsfeldanalyse für Diätassistenten liegt zehn Jahre zurück. In dieser Zeit haben sich viele Veränderungen in der Berufsgruppe selbst sowie im Gesundheitssystem vollzogen. Es zeigen sich diesbezüglich Auswirkungen im Berufsfeld. Dies war der Anlass für eine aktuelle Bestandsaufnahme.

  1. Diät und Information 4 – 2020
    Diätassistenten 2020:Tätigkeitsspektrum im Wandel
  2. Ernährungs Umschau 12 – 2020
    DiätassistentInnen 2020: Berufs- und Tätigkeitsfeldanalyse

EFAD Akademische Standards

Hier finden Sie die "Kompetenzfelder und Kompetenztiefen für Diätassistent*innen bei Eintritt in das Berufsleben" zum Download:

EFAD Akademische Standards

Lassen Sie uns gemeinsam Gesundheitspolitik gestalten!

Wir stellen Ihnen Informationsmaterial und Dokumente zur Verfügung,
die Sie in Ihrem Arbeitsumfeld nutzen können.

Was DiätassistentInnen ausmacht

DiätassistentInnen arbeiten multiperspektivisch. Unsere Grafik: „Das haben wir im Blick!“ zeigt, was kein Foto zum Ausdruck bringen kann.

Nutzen Sie die Grafik gerne, um die spezifischen und vielfältigen Kompe-
tenzen von DiätassistentInnen
zu veranschaulichen.

Hier geht es zur Grafik. (Link)

Die Essenz der Reformpläne

Das 10-Punkte-Programm zur Neuordnung unseres Gesundheitsberufes:
Hier erläutern VDD und der Bund für Ausbildung und Lehre in der Diätetik (BALD) ihre Kernforderung, die Diätetik gesetzlich neu aufzustellen, um die Patientenversorgung und -sicherheit zu gewährleisten sowie die Zukunftsfähigkeit des Berufes zu sichern.

Hier geht es zum 10-Punkte-Programm. (Link)

Die spannenden Details auf einen Blick

Unsere Ziele und Argumente bringt der Flyer „Dafür stehen wir“ auf den Punkt. Patientensicherheit durch Tätigkeitsvorbehalt für die Ernährungstherapie, eine praxis-
orientierte Hochschulausbildung und eine zeitgemäße Berufsbezeichnung – nutzen Sie den Flyer gerne, um über unsere Reformpläne zu informieren.

Hier geht es zum Flyer. (Link)

Die Politik hat gefragt … so haben wir geantwortet!

Gemeinsam mit dem Bund für Ausbildung und Lehre in der Diätetik (BALD) antwortete der VDD im Sommer 2019 auf einen Fragenkatalog der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Neuordnung der Gesundheitsfachberufe. VDD und BALD erläuterten dabei ihre Kernforderungen ausführlich.


Hier geht es zu den Antworten. (Link)